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Firmenchronik
Karl Theodor Rösle, Spenglermeister aus Schwabmünchen, gründete 1888 in der Innenstadt von Marktoberdorf im Allgäu, also am südlichsten Punkt Deutschlands, einen Spenglereibetrieb. Schon damals wollte er traditionelle Arbeitsweisen des Handwerks ohne Qualitätsverlust zu modernen industriellen Fertigungsmethoden ausbauen und weiter entwickeln. Mit einem kleinen Mitarbeiterstamm fertigte das Unternehmen zunächst Produkte und Zubehör für Bau und Dachentwässerung.
Bereits 1903 legte er den Grundstein für ein zweites RÖSLE Standbein im Markt. Das erste Kochgeschirr, damals zuerst noch in Emaille, ging in Produktion und wurde erfolgreich verkauft. Nach dem Tod des Firmengründers Karl Theodor Rösle 1907 übernahmen seine Söhne Karl und Georg das Geschäft, führten es als Gebrüder Rösle KG weiter und expandierten kräftig. Der Erfolg war so groß, dass 1918/19 eine neue, größere Fabrik außerhalb der enger gewordenen Innenstadt entstand.
In den folgenden Jahren wuchs das Küchenwerkzeug-Sortiment stetig. Stahlpfannen und verzinnte Küchengeräte erweiterten das Fertigungsprogramm. Verchromte Küchenartikel aus dem Material Messing folgten. In den dreißiger Jahren bot RÖSLE erste rostfreie Küchengeräte und Bestecke an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Programm hochwertiger Haushalts- und Hotelgeräte systematisch ausgebaut und um viele neue Produkte erweitert bzw. ergänzt. Rostfreier Edelstahl 18/10 (18% Chrom- und 10% Nickelanteil) gewann immer mehr an Bedeutung und entwickelte sich zum anspruchsvollen Basismaterial für das zunächst auf die professionelle Gastronomie ausgerichtete RÖSLE Sortiment.
1957. Die erste Löffel-Schleifmaschine, realisiert nach einer Idee von Karl Rösle, ging in Betrieb. Produktpalette, Mitarbeiterzahl und Umsatz entwickelten sich in den Jahren von 1950 bis 1980 kontinuierlich nach oben. Die Produktionsstätte Marktoberdorf expandierte regelmäßig, um sich neuen Anforderungen, aktuellen Markttrends und innovativen Fertigungsverfahren bzw. –prozessen anzupassen.
Unter der Marke RÖSLE werden seit 1993 Haushalts- und Küchenhelfer aus Edelstahl produziert und angeboten. Neben einem Gastro-Sortiment für den professionellen Einsatz bietet RÖSLE ein umfassendes Programm an hochwertigen Küchenhelfern für den anspruchsvollen Privathaushalt. Meilensteine in der Produkt-Historie von RÖSLE waren 1990 die Einführung des revolutionären Ordnungssystems Offene Küche, des Einhandwiegemessers und einer Edelstahltopfserie im Jahr 1992.
1995 wurde ein neues Verwaltungsgebäude fertig gestellt und eingeweiht. Es symbolisiert einerseits die erfolgreiche Expansion des Unternehmens und dokumentiert andererseits auch die Unternehmensphilosophie: Bewährtes fortführen und mit Neuem verbinden. Innovationen vorantreiben und zulassen, auf Basis gelernter Erfahrungen im Sinne von mehr Nachhaltigkeit. Mit der Markteinführung der RÖSLE Schüssel 1995 wurden Maßstäbe gesetzt. Die Schüssel ist bis heute einzigartig im Markt positioniert und hat sich zu einem Benchmark in diesem Produktsegment etabliert und durchgesetzt. 1996 folgte das Dosensortiment in identischer Designsprache und 1997 bewies RÖSLE, dass selbst beim Kochlöffel Grenzen überschreitbar sind. Dem Markt wurde erstmalig eine Edelstahl-Alternative angeboten.
Die verstärkten Bemühungen, den internationalen Vertrieb auszuweiten und zu forcieren tragen ihre Früchte unter anderem durch den systematischen Ausbau des Direktland-Systems. So ist RÖSLE in den renommiertesten Kaufhäusern in über 50 Ländern der Welt präsent, z.B. Harrods in London, BHV in Paris und Williams Sonoma in USA.
Mit der Einführung der Knoblauchpresse und des Reiben-Hobel-Sortiments im Jahr 2000 stellte RÖSLE seinen Anspruch an Qualität und Formsprache erfolgreich unter Beweis. Die Knoblauchpresse ist z.B. eines der beliebtesten Küchenhelfer im Sortiment. Die neu entwickelte Laserschweißtechnik setzt in Anlehnung an Fertigungsverfahren aus der Automobilherstellung bei der Herstellung von Reiben und Hobel neue Maßstäbe mit Blick auf Verarbeitung und Hygiene.
Mit der Einführung von RÖSLE Barwerkzeug konnten die Marktoberdorfer ein neues Geschäftsfeld besetzen. Das RÖSLE Barwerkzeug vereint hochwertiges Material mit edlem Design.
Im April 2004 eröffnete der RÖSLE Fabrikverkauf auf dem Werksgelände seine Tore. RÖSLE bietet auf einer Verkaufsfläche von 300 qm ca. 700 verschiedene Küchenhelfer aus Edelstahl an. Neben Geschenk-Sets, Sonderposten, Auslaufmodellen und 1B-Ware sind im RÖSLE Fabrikverkauf Porzellan der Firma Friesland, Back- und Kochformen aus Keramik von Emile Henry sowie Wein- und Trinkgläser aus Kristallglas des Markenunternehmens Schott Zwiesel erhältlich. Ergänzt werden diese Sortimente durch hochwertige Kochgeschirre der Firma Berndes und hochwertige Messer der Firma Dick. Außerdem gibt es Elektrokleingeräte der Firma Cloer und "Porzellan für die Sinne" der Firma Kahla.
Seit Sommer 2005 wird der Markenshop zur Präsentation der RÖSLE Produkte im Handel eingesetzt. Der RÖSLE Markenshop ist ein durchdachtes, universell einsetzbares Ladenbausystem, das perfekte Ordnung und Übersicht schafft. Jedes Produkt hat seinen Platz, es wird genau mit der Wertigkeit präsentiert, die dem Premiumstatus der Marke entspricht.
Der weltweit größte Kochlöffel steht im bayerischen Marktoberdorf. Die im Original-Maßstab gefertigte Nachbildung des innovativen RÖSLE Kochlöffels aus Edelstahl misst exakt 10,01 Meter. RÖSLE war weltweit der erste Hersteller, der einen Edelstahl-Kochlöffel entwickelte und dafür das Europa-Patent erhielt. Die außergewöhnliche Form in dem für einen Kochlöffel bis dahin nicht verwendeten Material verlieh der neuen Generation eine Reihe beispielhafter Eigenschaften: vielseitig, flexibel, geruchs- und geschmacksneutral, reinigungsfreundlich und langlebig. Der Weltrekord-Kochlöffel ist nicht nur der größte sondern mit einem Gewicht von ca. 2 Tonnen vermutlich auch das schwerste Rührwerkzeug der Welt.
RÖSLE kann mit Stolz die Liste der gewonnenen Designpreise erweitern. Die Foodcups erhalten in 2007 den reddot des Designzentrums Nordrhein-Westfalen für international herausragendes Produktdesign, die Gourmetzange wird in 2008 mit dem IF Award des Industrie Forum Hannover ausgezeichnet. Außerdem wird sie in 2009 für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert. Zudem erhält sie in 2008 den Kücheninnovationspreis, der im Rahmen der Messe „Tendence“ in Frankfurt verliehen wird. Mit diesem Preis werden auch das Schüsselset VERSALID® (2007), der Eierschneider (2008) sowie die faltbaren Seiher und die Käsemühle (2009) für ihre Innovativität gewürdigt.
Vor allem in Küchen mit wenig Stauraum und Ablagefläche sind platzsparende, durchdachte Küchenutensilien gefragt. Der Clou: Nach Gebrauch lässt sich der Seiher ganz flach zusammengefaltet in der Spülmaschine reinigen und anschließend platzsparend verstauen. Der faltbare Seiher wurde am Markt begeistert aufgenommen und mit Designpreisen geradezu überschüttet: Neben dem Kücheninnovationspreis und dem red dot Award erhielt das innovative Produkt auch den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, die höchste offizielle deutschen Auszeichnung im Bereich Design.
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